Zäune & Tore6 Min. Lesezeit

Welche Zaunarten gibt es? Der große Überblick

Zaunanlage aus Aluminium-Lamellen in Anthrazit
Auf einen Blick

Die wichtigsten Zaunarten sind Stabgitter- und Doppelstabmattenzaun aus Stahl, Lamellenzaun aus Aluminium oder Holz, Aluminiumzaun, Holzzaun, Schmiedezaun und Maschendraht. Metall und Aluminium brauchen wenig Pflege. Holz sieht warm aus, braucht aber Anstriche. Wer Sichtschutz will, wählt Lamellen oder ergänzt Stabmatten mit Einsätzen.

In diesem Beitrag
  1. Welche Zaunarten gibt es im Überblick?
  2. Was ist ein Stabgitterzaun und ein Doppelstabmattenzaun?
  3. Was ist ein Lamellenzaun?
  4. Was zeichnet einen Aluminiumzaun aus?
  5. Was ist ein Holzzaun, und wie lange hält er?
  6. Was ist ein Schmiede- oder Metallzaun?
  7. Was gibt es sonst noch?
  8. Wie wird ein Zaun im Boden befestigt?
  9. Welche Farben sind üblich?
  10. Was ist wichtig für Kinder, Tiere und Sicherheit?
  11. Wie passt ein Tor zum Zaun?
  12. Welcher Stil passt zu welchem Haus?
  13. Welcher Zaun bietet den besten Sichtschutz?
  14. Wie finde ich den passenden Zaun?

Ein Zaun begrenzt das Grundstück, hält Tiere und Kinder drinnen oder draußen und schützt vor neugierigen Blicken. Die Auswahl ist groß. Die Zäune unterscheiden sich in Optik, Pflegeaufwand und Sichtschutz.

Hier lernen Sie die wichtigsten Typen kennen. Sie erfahren, was jede kann und für wen sie passt. Zu Höhe und Regeln in Wien gibt es einen eigenen Beitrag.

1Welche Zaunarten gibt es im Überblick?

ZaunartMaterialSichtschutzPflege
StabgitterzaunStahlNein, durchsichtigGering
DoppelstabmattenzaunStahl, verzinkt und beschichtetNein, mit Einsätzen jaGering
LamellenzaunAluminium oder HolzJa, blickdichtGering (Alu) bis mittel (Holz)
AluminiumzaunAluminiumJe nach BauartGering
HolzzaunHolzJe nach BauartHoch (Anstrich)
SchmiedezaunStahlNeinMittel (Rostschutz)
MaschendrahtzaunStahldrahtNeinGering
Kunststoff / WPCKunststoff, Holz-MixJe nach BauartGering

Die Angaben sind Richtwerte aus Ratgebern und Herstellerangaben. Konkrete Eigenschaften hängen vom Modell ab.

2Was ist ein Stabgitterzaun und ein Doppelstabmattenzaun?

Ein Stabgitterzaun besteht aus Stahlstäben, die zu Feldern verschweißt sind. Bei der Doppelstabmatte laufen waagrecht immer zwei Drähte nebeneinander, dazwischen ein senkrechter. Das macht sie steifer. Im Privatgarten sind Drahtstärken von etwa sechs Millimetern üblich.

Die Matten sind meist verzinkt und zusätzlich mit Farbe pulverbeschichtet, oft in Anthrazit. Das schützt vor Rost. Der Zaun ist durchsichtig, wirkt aber klar und modern. Sichtschutz lässt sich nachträglich ergänzen, zum Beispiel mit Streifen, die man in die Maschen steckt.

3Was ist ein Lamellenzaun?

Ein Lamellenzaun besteht aus waagrechten oder senkrechten Latten, den Lamellen. Sie liegen eng nebeneinander und blockieren den Blick. Deshalb eignet er sich gut als Sichtschutz an der Terrasse oder zur Straße.

Lamellen gibt es aus Holz und aus Aluminium. Aluminium-Lamellen brauchen kaum Pflege und sehen auch nach Jahren gleich aus. Holzlamellen wirken wärmer, müssen aber gestrichen werden.

4Was zeichnet einen Aluminiumzaun aus?

Aluminium rostet nicht. Ein Aluminiumzaun braucht deshalb keinen Anstrich. Es genügt, ihn gelegentlich mit Wasser abzuspülen. Er ist leicht und wird oft pulverbeschichtet, in vielen Farben. Es gibt ihn als Stabzaun, als Lamellenzaun und sogar in Holzoptik. Die Elemente werden oft als Bausatz geliefert, mit Pfosten, Feldern und passendem Zubehör. Das macht die Montage übersichtlich und das Ergebnis gleichmäßig. Auch Sonderlängen und Tore im gleichen Design sind meist möglich, damit die Anlage einheitlich aussieht. Fragen Sie nach der Garantie auf die Pulverbeschichtung, denn sie schützt das Material jahrelang.

Aluminium ist meist teurer als Stahlmatten, hält dafür lange. Das Material lässt sich außerdem gut recyceln. Diese Angaben stammen häufig von Herstellern; lassen Sie sich die Garantie auf die Beschichtung zeigen.

5Was ist ein Holzzaun, und wie lange hält er?

Zum Holzzaun gehören Lattenzaun, Staketenzaun und der klassische Jägerzaun. Holz sieht warm und natürlich aus und lässt sich gut an Hecken und Gartenhäuser anpassen.

  • Haltbarkeit: Sie hängt stark von der Holzart ab. Als witterungsbeständig gelten zum Beispiel Lärche, Eiche, Douglasie und Edelkastanie. Fichte und imprägnierte Kiefer sind günstiger, halten aber weniger lang.
  • Pflege: Holz braucht regelmäßig einen Anstrich oder eine Lasur, sonst vergraut es und wird morsch. Als Richtwert nennen Ratgeber alle zwei bis drei Jahre.
  • Tipp: Pfosten sollten nicht direkt in der Erde stehen. Der Erdkontakt lässt Holz schnell faulen.

6Was ist ein Schmiede- oder Metallzaun?

Metallzäune bestehen aus Stahl und werden oft verziert, etwa mit Spitzen oder Ornamenten. Sie wirken edel und passen zu alten Häusern. Stahl ist sehr stabil, muss aber vor Rost geschützt sein, zum Beispiel durch Verzinken und Lack. Prüfen Sie ihn gelegentlich auf Rostflecken und bessern Sie Kratzer aus.

7Was gibt es sonst noch?

  • Maschendrahtzaun: günstig und schnell aufgestellt, aber einfach in der Optik. Er wird leichter schief als eine Stabmatte.
  • Kunststoff und WPC: WPC besteht aus Holzfasern und Kunststoff. Es sieht aus wie Holz und braucht weniger Pflege, kann aber ausbleichen.
  • Hecke: natürlich und lebendig, braucht aber Schnitt und Platz.
  • Gabionen: Steinkörbe aus Drahtgitter. Sie bieten Sicht- und Schallschutz, brauchen aber ein Fundament und viel Platz.

Oft kombiniert man mehrere Lösungen, zum Beispiel einen Stabmattenzaun mit einer Hecke davor.

8Wie wird ein Zaun im Boden befestigt?

Der Zaun ist nur so stabil wie seine Pfosten. Die Pfosten werden im Boden verankert, meist in einem Betonfundament oder mit Bodenhülsen. Das Fundament muss tief genug sein, damit der Frost im Winter den Pfosten nicht anhebt. Je dichter und höher der Zaun, desto mehr Wind greift an und desto kräftiger muss die Gründung sein.

Auf Mauern und Pfeilern lassen sich Zäune mit Ankern befestigen. Bei Altbeständen sollte man prüfen, ob die Mauer die Last trägt. Ein Fachbetrieb legt die Gründung passend zu Boden und Zaun fest.

Auf schrägem Gelände werden die Felder gestaffelt, jedes etwas höher oder tiefer als das nächste, wie Treppenstufen. Starre Lamellenfelder lassen sich dem Hang schlechter anpassen als Stabgitter. Klären Sie das vor dem Kauf.

9Welche Farben sind üblich?

Sehr verbreitet ist Anthrazitgrau. Es wirkt modern und passt zu vielen Fassaden und Fensterrahmen. Daneben gibt es Weiß, Schwarz, Grün und Braun. Bei Aluminium und beschichtetem Stahl wird die Farbe als Pulverbeschichtung aufgebracht, die lange hält. Holz kann man lasieren oder deckend streichen. Achten Sie darauf, dass Zaun, Tor, Haustür und Fenster farblich zueinander passen. Dunkle Töne wie Anthrazit sind beliebt, weil Schmutz darauf weniger auffällt.

10Was ist wichtig für Kinder, Tiere und Sicherheit?

  • Stababstand: Bei Kindern und kleinen Tieren sollte der Abstand zwischen den Stäben eng sein, damit niemand hindurchschlüpft oder stecken bleibt.
  • Höhe: Ein höherer Zaun hält Hunde und Wild besser ab. Für Wien gelten Regeln zur Höhe.
  • Kanten und Spitzen: Scharfe Spitzen können gefährlich sein. Sie sind nicht überall erlaubt oder sinnvoll.
  • Einbruchschutz: Ein Zaun macht es nicht unmöglich, aber schwerer, ins Grundstück zu kommen. Mehr dazu im Ratgeber Wie schütze ich Fenster und Terrassentüren vor Einbruch?.

11Wie passt ein Tor zum Zaun?

Zum Zaun gehört meist ein Tor oder eine Tür. Es sollte dieselbe Optik haben und fest in der Zaunlinie stehen. Es gibt Flügeltore und Schiebetore, mit oder ohne Antrieb. Was sie unterscheidet und wann welches passt, steht im Beitrag Gartentor: Flügeltor oder Schiebetor?.

12Welcher Stil passt zu welchem Haus?

Die Zaunarten sprechen unterschiedliche Stile an. Ein Haus mit klaren Linien und Anthrazit-Fenstern passt gut zu Stabmatten oder Aluminium-Lamellen. Ein Gründerzeithaus oder eine Villa wirkt mit einem Schmiedezaun stimmig. Ein Haus im Grünen mit Holzelementen verträgt Holzzäune und Hecken.

Eine einfache Regel: Der Zaun sollte Farbe und Material mit Fenstern, Haustür und Tor aufnehmen. Dann wirkt das Grundstück ruhig und aus einem Guss. Bei Reihenhäusern und Wohnanlagen ist oft ein einheitlicher Zaun vorgegeben. Fragen Sie vorher bei der Hausverwaltung nach.

13Welcher Zaun bietet den besten Sichtschutz?

Am besten schützen geschlossene Zäune: Lamellenzäune aus Aluminium oder Holz und Gabionen. Wer einen Stabmattenzaun hat, kann Sichtschutz nachrüsten, zum Beispiel mit Kunststoffstreifen oder Paneelen. Bedenken Sie: Je dichter ein Zaun ist, desto mehr Wind und Schnee muss er aushalten. Dann braucht er stabile Pfosten und ein gutes Fundament.

14Wie finde ich den passenden Zaun?

  1. Zweck klären: Soll der Zaun nur begrenzen, Sicht schützen oder auch Tiere und Kinder sichern?
  2. Pflege abwägen: Am wenigsten Arbeit machen beschichtete Stahlzäune und Aluminiumzäune. Sie brauchen keinen Anstrich. Holz braucht am meisten Pflege.
  3. Optik wählen: modern, klassisch oder natürlich?
  4. Gelände prüfen: Hanglage und Boden beeinflussen Pfosten und Fundament.
  5. Vorschriften beachten: Für Höhe und Lage gelten Regeln, auch in Wien.

Bei der Planung hilft ein Aufmaß vor Ort. Wir messen das Grundstück auf, beraten zu Material und Höhe und montieren die Anlage mit passendem Tor.

?Fragen und Antworten

Welche Zaunarten gibt es?
Stabgitterzaun, Doppelstabmattenzaun, Lamellenzaun, Aluminiumzaun, Holzzaun, Schmiedezaun, Maschendrahtzaun, Kunststoff- und WPC-Zaun sowie Hecken und Gabionen.
Welcher Zaun braucht am wenigsten Pflege?
Beschichtete Stahlzäune und Aluminiumzäune. Sie brauchen keinen Anstrich.
Welcher Zaun bietet Sichtschutz?
Lamellenzäune aus Aluminium oder Holz sowie Gabionen. Stabmatten können mit Einsätzen blickdicht werden.
Was ist eine Doppelstabmatte?
Ein Stahlgitter, bei dem waagrecht je zwei Drähte nebeneinander laufen. Es ist steifer als einfache Gitter.
Wie lange hält ein Holzzaun?
Das hängt von Holzart und Pflege ab. Mit Anstrich und ohne Erdkontakt hält er deutlich länger.
Brauche ich für einen Zaun eine Genehmigung?
Das hängt von Höhe, Lage und Bauordnung ab. Für Wien gibt es einen eigenen Beitrag zur Zaunhöhe.

Quellen

  1. aroundhome: Zaunsysteme und Zaunarten, aroundhome.de
  2. immowelt: Diese 5 Zaun-Typen haben völlig unterschiedliche Vor- und Nachteile, immowelt.de
  3. baustoffshop.de: Moderne Gartenzäune, baustoffshop.de
  4. bau.de: Zaun – Umzäunung, Abgrenzung, Einfriedung, bau.de

Passende Ratgeber

Mehr aus dem Blog

Zaun oder Gartentor geplant?

Wir messen auf, beraten zu Material und Höhe und montieren Zaunanlagen in Wien und Niederösterreich.

Beratung anfragen
Projekt starten

Lassen Sie sich jetzt unverbindlich beraten

Sprechen Sie mit unserem Meisterteam, um die perfekten Fenster- und Türlösungen für Ihr Zuhause oder Gewerbeobjekt zu planen.

Kostenlose Erstberatung

Unser Fachteam berät Sie kompetent und unverbindlich zu allen Fragen rund um Ihr Fensterprojekt.

Unser Meisterbetrieb berät Sie verlässlich und kompetent zu allen Fragen rund um Ihr Fensterprojekt.

Wir freuen uns auf Ihre Anfrage

Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Fachberatung, ein maßgeschneidertes Angebot oder einen Vor-Ort-Termin.